Härtefall bei Hörgeräteversorgung

Die Härtefallregelung kann von hörbehinderten Personen beansprucht werden, welche einer Erwerbstätigkeit oder "Tätigkeit im Aufgabenbereich" nachgehen und welche die audiologischen Kriterien erfüllen. Die finanziellen Verhältnisse werden nicht berücksichtigt. Härtefallabklärungen können langwierig und aufwändig sein, sowohl für Sie als auch für mich. Der Aufwand lohnt sich aber. Wenn Sie berechtigt sind, sollten Sie die finanzielle Unterstützung auch einfordern. 

Wer ist anspruchsberechtigt?

Härtefälle werden nur für Personen im Erwerbsalter ausgerichtet. Personen im AHV-Alter sind gemäss der Regelung des Bundesamts für Gesundheit nicht anspruchsberechtigt. Ein Härtefall kann erst beantragt werden, wenn bereits eine Kostengutsprache der IV-Stelle für die Übernahme einer Hörgerätepauschale vorliegt. Es ist also ein zweistufiger Prozess, der immer mit dem Antrag für eine Hörgerätepauschale beginnt. Für diesen Antrag erstelle ich für Sie die notwendigen Dokumente, sobald Sie sich für Hörgeräte entschieden haben.

Aufgrund Ihres Hörprofils kann ich Ihnen meine Einschätzung abgeben, ob Sie Chancen auf eine Härtefallregelung haben. Letztendlich entschiedet aber die zuständige IV-Stelle aufgrund einer genauen Gehöruntersuchung in einer ORL-Klinik. 

Erfüllen Sie die audiologischen Kriterien, oder liegt bei Ihnen eine schwere Sehstörung vor, so haben Sie intakte Chancen. 

Ablauf

Wenn Sie Aussicht darauf haben, als Härtefall anerkannt zu werden, müssen der IV- Stelle Ihres Wohnkantons einige Unterlagen eingereicht werden:

1. Von Ihnen verfasst: Eine ausführliche Begründung über die bestehenden Probleme bei der Hörgeräteversorgung.

2. Von Ihnen ausgefüllt: „Journal für Antrag auf Prüfung einer Härtefallregelung bei Hörgeräteversorgungen“.

3. Von mir verfasst: Eine ausführliche Beschreibung Ihrer bestehenden Hörprobleme bei einer einfachen Hörgeräteversorgung. 

Untersuch in spezialisierter ORL-Klinik

Wenn die IV aufgrund der von uns eingereichten Dokumente mit überwiegender Wahrscheinlichkeit von erheblichen Problemen bei der Hörgeräteversorgung ausgeht, erhält die Ihnen nächstgelegene ORL-Klinik einen Abklärungsauftrag. Sie werden darüber informiert und müssen sich selber bei der Klinik für eine Untersuchung anmelden. Die Adresse wird Ihnen zugestellt. Je nach Kanton und Wohnort können Sie sich auch selber für eine der sieben audiologischen Zentren entscheiden. In der Deutschschweiz können nachfolgende ORL-Kliniken (audiologischen Zentren) von der IV beauftragt werden, Gehöruntersuchungen im Rahmen Ihres Härtefallantrages vorzu- nehmen: Universitätsspital Zürich Kantonsspital St. Gallen Kantonsspital Luzern Inselspital Bern Universitätsspital Basel

Entscheid der IV und Abschluss der Hörgeräteanpassung

Nach der Prüfung durch die ORL-Klinik stellt diese eine Empfehlung zu Handen der IV-Stelle aus. Abschliessend entscheidet die IV-Stelle über die Zusprache einer Mehrkostenübernahme und deren Höhe respektive über die Ablehnung Ihres Antrages. Eine Zusprache bedeutet die Übernahme oder teilweise oder vollständige Übernahme der über dem Pauschalbetrag liegenden Kosten Ihrer Hörgeräteversorgung durch die IV. Bei erfolgter Kostengutsprache für eine Härtefallregelung schliessen wir die Anpassung mit geeigneten Hörgeräten ab.

Dann stellen Sie bei der IV-Stelle Rechnung für den Pauschalbetrag sowie für die den Pauschalbetrag übersteigenden Mehrkosten.

pro audito hilft weiter

Die Ausführungen zur IV-Härtefall-Regelungen wurden mehrheitlich wörtlich oder sinngemäss der Broschüre "Härtefall bei Hörgeräteversorgung" entnommen.

pro audito schweiz informiert neutral und unterstützt Sie bei der Härtefall-Regelung.

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