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23.04.2015 - Hörkolumne: Richtig gemein!

Wer nicht mehr gut hört, reagiert empfindlicher auf laute Töne. Das scheint paradox, ist aber leider so. Das gesunde Innenohr, die Hörschnecke, kann ganz leise Töne verstärken, indem sich die sogenannten Haarzellen zusammenziehen und damit die darüber liegende Membran stärker schwingen lassen. Der umgekehrte Prozess findet bei lauten Tönen statt. Ist ein Ton sehr laut, so strecken sich gesunde Haarzellen und blockieren damit die Schwingung der Membran.

Sind die Haarzellen defekt, so funktioniert dieser Mechanismus nicht mehr. Betroffene hören leise Töne nicht und sind empfindlich auf Lärm.

Früher war das mit Hörgeräten richtig gemein, denn die Geräte verstärkten leise und laute Töne gleich stark. Oft mussten die Hörgeräteträger nachfragen „was hast Du gesagt?“ und als man dann lauter  wiederholte, hielten sie sich die Ohren zu: „Schrei doch nicht so!“

Moderne Hörgeräte können das heute besser, sie verstärken leise Töne stark und laute Töne nur ganz wenig oder überhaupt nicht. 


Digitaler Technik sei Dank.

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