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22.07.2017 - Hörkolumne: Herzrasen und Ohrensausen

„Ich habe Herzrasen wegen meiner morgigen Präsentation, und mein Ohrensausen ist so penetrant, dass ich kaum mehr schlafen kann.“ Dies berichtete mir kürzlich ein Freund.

Man liest oft, dass grosse Anspannung oder Stress einen vorhandenen Tinnitus - so der medizinische Fachbegriff für Ohrensausen – verstärken können. Gemäss der „Hear-the-World“-Stiftung des Hörgeräteherstellers Sonova ist es aber meistens anders rum, denn in der Mehrzahl von Tinnitusfällen liegt auch ein Hörverlust vor. Der Stress, der durch einen Hörverlust verursacht wird, ist häufig einer der massgeblichen Faktoren für die Ohrstörgeräusche. Das leuchtet irgendwie ein. Mir würden bestimmt auch die Ohren sausen, wenn ich wüsste, dass ich nach meiner Präsentation die Fragen aus dem Publikum nicht verstünde.

Wenn Sie sich beim Lesen dieser Zeilen angesprochen fühlen, ist dies vielleicht nicht gerade eine frohe Botschaft. Es gibt aber auch eine gute Nachricht. Mit der Behebung einer Hörminderung, sprich mit Hörgeräten, tritt sehr oft auch das Ohrensausen in den Hintergrund und ist damit nicht mehr so störend.

Darum mein Tipp: Gehen Sie die Sache rechtzeitig an. Man weiss ja nie, wann sich zum Ohrensausen ein Herzrasen gesellt.

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