Hörkolumne: Botox und Hörgeräte?

In fast jeder Werbung für Hörtests und Hörgeräte kann nachgelesen werden, dass viel zu lange gewartet wird, bis Herr und Frau Schweizer sich für das Tragen von Hörgeräten entscheiden. Es ist wahr, viele schieben den Gang zum Hörakustiker so lange wie möglich hinaus.

Wer zum ersten mal Hörgeräte braucht, den graut wohl – je nach Eitelkeit – die Vorstellung von Geräten an den Ohren. Sie sind zwar heutzutage wirklich sehr klein und diskret, und sie pfeifen auch nicht mehr, wenn sie professionell angepasst werden. Aber sie sind eben da und man wird nicht umhin kommen, seinen Freunden, Bekannten oder Geschäftspartnern irgendwann zu eröffnen, dass man selber Hörgeräte trägt. Und das will uns nicht so recht in den Kram passen, wenn wir gleichzeitig viel in die Erhaltung unseres jugendlichen Aussehens investieren, allenfalls auch mit Botox.

Hundertprozent unsichtbar

Bis vor kurzem gab es da leider nur zwei Möglichkeiten: Entweder nicht so gut verstehen und hoffen, man begebe sich damit in nicht allzu peinliche Situationen, oder sich halt Hörgeräte zulegen. Seit kurzem gehört diese Situation jedoch der Vergangenheit an: Heute nämlich gibt es 100% unsichtbare Hörgeräte, die tief im Gehörgang platziert werden und dort während bis zu vier Monaten bleiben, Tag und Nacht. Eine geniale, längst überfällige Erfindung.

Botox und Hörgeräte, das passt von nun an also durchaus zusammen.

 

 



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